Anhängelast
Codes O.1 und O.2 im Fahrzeugschein: die technisch zulässige Anhängelast, getrennt nach gebremstem und ungebremstem Anhänger.
Jeder Cluster bringt neue Fachbegriffe mit. Statt sie in jedem Artikel neu zu erklären, stehen sie hier — kurz, nachschlagbar und mit Verweis auf die Stelle, an der der Begriff wirklich zählt.
Codes O.1 und O.2 im Fahrzeugschein: die technisch zulässige Anhängelast, getrennt nach gebremstem und ungebremstem Anhänger.
Was im Handel Stechkartusche heißt, nennt EN 417 Anstechkartusche — eine Kartusche ohne Ventil, die nach dem Anstechen am Gerät bleiben muss.
Ein anhebbares Dachsegment, das im Stand Stehhöhe und meist eine zusätzliche Liegefläche schafft.
Keine Eigenschaft des Fahrzeugs, sondern das Ergebnis von vier Grenzen: Frischwasser, Abwasser, Strom und Gas.
Alles im und am Rucksack, was unterwegs nicht verbraucht wird — der Rucksack eingerechnet. Eine Konvention der Ultraleicht-Szene, kein Normbegriff.
Wie hoch eine Isolation auffedert, wenn man sie in Ruhe lässt. Nimmt der Bausch ab, sinkt die Wärmeleistung — teils umkehrbar, teils nicht.
Übernachtung im Freien ohne aufgestelltes Zelt. Rechtlich entscheidend, weil 15 von 16 deutschen Landesgesetzen nur das Zelten benennen.
Übernachtungsplatz unter einem Sandsteinüberhang im Elbsandsteingebirge. Im Nationalpark nur an 58 gekennzeichneten Stellen und nur beim Klettern zulässig.
Die Energie je Kilogramm Brennstoff einschließlich der Kondensationswärme des Wasserdampfs — richtig für Brennwertheizungen, zu optimistisch für Kocher.
Ein clo entspricht 0,155 m²K/W. Die Werte gelten für einen stillstehenden Körper bei Windstille — beides Bedingungen, die draußen nie herrschen.
Die zulässige Dachlast steht in der Betriebsanleitung, nicht im Fahrzeugschein — und der Dachträger hat eine eigene Tragfähigkeit.
Der Druck, den eine Flüssigkeit im geschlossenen Behälter aufbaut. Fällt er unter den Luftdruck, fördert die Kartusche nicht mehr — nichts friert dabei.
Die Zusammensetzungsangabe nach EN 12934 nennt das Verhältnis von Daune zu Feder — sie sagt nichts über Wärme und nichts über die Tierhaltung.
Die übliche Formel zur Gehzeitberechnung: 4 km je Stunde, 300 Höhenmeter im Aufstieg, 500 im Abstieg, der kleinere Teilwert wird halbiert.
Gerichtete UHMWPE-Fasern zwischen zwei Polyesterfolien — nimmt praktisch kein Wasser auf und dehnt sich bei Nässe nicht, ermüdet aber an Knickstellen.
Innere Stege oder Schweißnähte einer Luftmatte lösen sich, die Matte wirft Beulen. Anders als ein Loch ist das von außen nicht zu reparieren.
Nach ISO 7152 ein Zelt mit Außenzelt als festem Bestandteil. Es erzeugt nicht weniger Kondenswasser, sondern hält es vom Schlafsack fern.
Die Zahl, die beim Packen zählt. Ihre Obergrenze steht im Lebensmittelrecht: Fett trägt 37 Kilojoule je Gramm, und mehr geht nicht.
Eine Erfrierung ist eine örtliche Kälteschädigung. Ihre Schwere lässt sich im gefrorenen Zustand kaum beurteilen — anders als die Zeit bis zur Gefahr.
Der Abschnitt einer Mehrtagestour von einem Übernachtungsplatz zum nächsten — geplant aus Gehzeit, Pausen, Gepäckzuschlag und der Zeit fürs Lager.
Der unterste Wert auf dem Schlafsacketikett markiert den Risikobereich mit Unterkühlungsgefahr — er taugt nicht zur Tourenplanung.
Umgewandelter, verdichteter Altschnee. Für die Praxis zählt vor allem die Dichte — sie entscheidet über Wärmeleitfähigkeit und Tragfähigkeit.
Eine Volumenmessung, keine Wärmeangabe: Füllkraft sagt, wie viel Platz 30 Gramm Daune einnehmen — die Gesamtwärme braucht zusätzlich die Füllmenge.
Die berechnete Zeit einer Wanderung ohne Pausen. Sie beruht auf Erfahrungsformeln wie der DAV-Formel oder der Naismith-Regel, nicht auf einer Norm.
Nach ISO 7152 ein Kuppelzelt mit mindestens drei sich kreuzenden flexiblen Stangen, die dabei Dreiecke bilden — die stabilste freistehende Bauform.
Schuhe, Kleidung, Stöcke in der Hand — Gewicht, das man trägt, ohne dass es im Rucksack steckt. Getrennt gezählt, aber nicht verschwunden.
Die Energie je Kilogramm Brennstoff ohne die Kondensationswärme des Wasserdampfs — die Größe, mit der sich der Verbrauch einer Tour rechnen lässt.
Die Höhenmeterangabe einer Tour meint fast immer die Summe aller Aufstiege, nicht den Höhenunterschied zwischen Start und höchstem Punkt.
Ein Bündel poröser Kunststoffröhrchen, meist mit 0,1 oder 0,2 Mikrometern angegeben. Hält Protozoen und Bakterien zurück, Viren nicht.
Wasserabweisend ausgerüstete Daune nimmt langsamer Feuchtigkeit auf und trocknet schneller — wasserunempfindlich wird sie dadurch nicht.
Erforderliche Kleidungsisolation nach ISO 11079 — in zwei Stufen, gerechnet aus Wetter und Aktivität. Einheit ist Quadratmeter Kelvin je Watt.
In Schweden eine Rücksichtspflicht, in Norwegen ein Gesetz mit Abständen und Fristen, in Deutschland ein Betretungsrecht ohne Übernachtungsregel.
Die untere Grenze des Komfortbereichs nach ISO 23537-1 — der einzige Temperaturwert auf dem Schlafsack, der für die Kaufentscheidung taugt.
Verbindet Schulterträger und oberen Rahmen und zieht die Masse zum Körper. Wirkt nur im schmalen Winkelbereich — Tatonka nennt 30 bis 50 Grad.
Die untere Grenze, bei der ein zusammengerollter Schläfer noch im Wärmegleichgewicht ist — an der Schwelle zum Kältegefühl, nicht im Komfortbereich.
Eine Zehnerpotenz Reduktion: 1 log heißt, von zehn Keimen bleibt einer. Die Einheit, in der Prüfvorschriften für Wasseraufbereitung rechnen.
Kein Leergewicht: Die Masse enthält den Fahrzeugführer und einen zu mindestens 90 Prozent gefüllten Kraftstoffbehälter.
Die älteste verbreitete Gehzeitformel: eine Stunde je 5 km plus eine Stunde je 600 Höhenmeter Aufstieg. Der Abstieg kommt in der Urfassung nicht vor.
Eine in einen Bügel gespannte Netzfläche hält den Packsack einige Zentimeter vom Rücken weg. Das lüftet — und vergrößert zugleich den Hebelarm der Last.
Die widerstandsfähige Umweltform von Protozoen wie Cryptosporidium. Gegen sie wirken chemische Entkeimungsmittel nicht — ein Filter dagegen zuverlässig.
ASTM F2153 legt fest, wie Rucksackvolumen zu messen wäre — mit zwei Werten und ohne Netztaschen. Die Methode ist freiwillig, und kaum jemand nennt sie.
Im Handel steht Purifier für ein Gerät, das auch Viren erfasst. Der Begriff ist nicht geschützt — verbindlich ist die geprüfte log-Reduktion je Keimklasse.
Ein Schlafsack, dem die Unterseite fehlt — konsequent, weil die Isolation unter dem Körper ohnehin zusammengedrückt ist und nichts beiträgt.
Der nach ASTM F3340 gemessene Wärmedurchlasswiderstand einer Isomatte — die einzige Zahl, die Matten verschiedener Hersteller vergleichbar macht.
Die Größenangabe beschreibt den Verstellbereich des Tragesystems, nicht den Körper. Deshalb lässt sie sich zwischen Herstellern nicht übersetzen.
Der verbreitetste Nachweis für Daunenherkunft: verbietet Lebendrupf und Zwangsfütterung und verlangt eine geprüfte Kette ab dem Erzeugerbetrieb.
Der Wärmedurchlasswiderstand in K·m²/W — laut ASTM F3340 die maßgebliche Größe, aus der der bekanntere R-Wert erst umgerechnet wird.
Abstand vom siebten Halswirbel bis zum Beckenkamm, entlang der Wirbelsäule gemessen. Das einzige Körpermaß, nach dem sich die Rucksackgröße richtet.
Schädigung des Armnervengeflechts durch Druck der Schulterträger. Laut Fachliteratur selten — anhaltende Taubheit gehört ärztlich abgeklärt.
Die sechsstufige Schwierigkeitsskala des Schweizer Alpen-Clubs von 2002 für Wander- und Bergwege, von T1 (Wandern) bis T6 (schwieriges Alpinwandern).
Dieselbe Bogenlänge in mehr, dafür kürzeren Segmenten. Verkürzt das Packmaß für Lenkerrollen — auf Kosten zusätzlicher Steckverbindungen.
Zeltgewebe aus Polyamid mit beidseitiger Silikonbeschichtung — sehr reißfest je Gramm, dehnt sich aber bei Nässe und muss nachgespannt werden.
Zeltgewebe aus Polyester mit Silikonbeschichtung — bleibt bei Nässe formstabil und ist UV-beständiger, dafür weniger reißfest je Gramm als Silnylon.
Feiner, vom Wind aufgenommener Schnee, der sich fast wie eine Flüssigkeit verhält und in jede Öffnung dringt — auch ohne dass es schneit.
Die Temperatur, bei der Luft gesättigt ist und Wasser ausfällt. Eigenschaft der Luft, nicht der Fläche — berechnet nach der Magnus-Gleichung der WMO.
Feld F.1 im Fahrzeugschein: die Höchstmasse, die einem Fahrzeug aufgrund seiner Bauart zugewiesen ist.
Eine beheizte Puppe mit Temperaturfühlern ersetzt den Menschen im Klimaraum — aus ihrer Heizleistung entstehen alle Temperaturangaben auf dem Etikett.
Eine Korrektur der Naismith-Gehzeit nach Fitness und Ermüdung, ermittelt über einen genormten Testanstieg und eine Tabelle.
Einfacher, meist gebuchter Übernachtungsplatz abseits von Campingplätzen. Entsteht über einen von vier gesetzlichen Wegen, nicht über Duldung.
Die vorab festgelegte Uhrzeit, zu der der höchste Punkt einer Tour erreicht sein muss — sonst wird umgekehrt, egal wie nah das Ziel ist.
Das Revidierte Schweizer System stuft akzidentelle Unterkühlung in vier Stufen ein — allein über den Bewusstseinszustand, nach den ERC-Leitlinien 2025.
Eine dampfdichte Innenlage, die Körperfeuchte von der Isolation fernhält. An der Wärmepuppe senkte sie den Wärmeverlust um 19 bis 42 Prozent.
Kartusche mit Entnahmeventil, das beim Abnehmen des Geräts schließt. Das Gewinde 7/16 – 28 UNIFIED FORM SPECIAL steht wörtlich in EN 417.
Essen, Wasser, Brennstoff — am ersten Tag oft der schwerste Posten der Packliste, am letzten fast weg. Deshalb getrennt vom Basisgewicht gezählt.
Ein isolierter Wulst im Schlafsack, der verhindert, dass beim Drehen warme Luft entweicht und kalte nachströmt — unter null Grad deutlich spürbar.
Nach ISO 811 gemessener Widerstand eines Gewebes gegen durchdringendes Wasser — als Druck, bei dem an der dritten Stelle Wasser durchtritt.
Äquivalenttemperatur nach der Formel von 2001. Sie beschreibt, wie schnell unbedeckte Haut auskühlt — nicht, wie kalt Gegenstände werden.
Vier Ausstattungsmerkmale, fest im Wohnbereich befestigt — so definiert Verordnung (EU) 2018/858 das Wohnmobil.
Technisch zulässige Gesamtmasse (Feld F.1) minus Masse des in Betrieb befindlichen Fahrzeugs (Feld G) — minus 75 kg je Person.