Höhenmeter bezeichnen die kumulierte Höhendifferenz einer Wanderung. Die Angabe „800 Höhenmeter“ meint fast immer die Summe aller Aufstiege, nicht den Höhenunterschied zwischen dem tiefsten und dem höchsten Punkt der Tour.
Eine Rundtour, die zwischendurch in eine Scharte abfällt und wieder ansteigt, sammelt mit jedem Gegenanstieg zusätzliche Höhenmeter — auch wenn Start und Ziel auf gleicher Höhe liegen. Gute Tourenbeschreibungen nennen Aufstieg und Abstieg getrennt.
Beide zählen für die Zeit. Die DAV-Gehzeitformel rechnet 300 Höhenmeter im Aufstieg und 500 im Abstieg je Stunde. GPS-Geräte zeigen die Höhenmetersumme oft zu hoch an, weil sie Luftdruckschwankungen und Messrauschen mitzählen — für die Planung ist die Kartenangabe verlässlicher.
Warum der Abstieg Zeit kostet und wie die Höhenmeter in die Gehzeit eingehen, steht in Höhenmeter lesen: warum der Abstieg mitzählt.