Etappen planen: Gehzeit, Höhenmeter und Gepäck zusammen
Eine Mehrtagestour in Tagesetappen schneiden: Gehzeit, Gepäckzuschlag und Lagerzeit zusammenrechnen — und warum die erste Etappe die kürzeste ist.
Was zwischen Tagestour und Mehrtagestour anders wird: Etappen, Wasser zwischen Quellen, Verpflegung nach Gewicht, Schlafplatz, doppelt schwerer Rucksack.
Die erste Mehrtagestour scheitert selten an der Kondition und fast nie an der Motivation. Sie scheitert daran, dass man sie wie eine lange Tageswanderung plant — und dann feststellt, dass fast jede Rechengröße eine andere ist.
Dieser Themenbereich nimmt die Unterschiede der Reihe nach durch und verweist für jeden in den passenden Artikel: für die Ausrüstung, für die Rechtslage, für den Rechner.
Ein Tagesrucksack wiegt gepackt 6 bis 8 Kilogramm. Ein Trekkingrucksack für vier Tage mit Zelt, Schlafsack, Matte, Essen und Wasser liegt bei 12 bis 22. Dieses Gewicht bremst.
Fundstelle: Tourenzeit-Rechner, Gepäckzuschlag von 1 % je kg über 7 kg — eine Annahme dieser Seite, keine Formel
Der Gepäckzuschlag ist eine grobe Setzung — belastbare Zahlen dazu gibt es kaum —, aber die Richtung stimmt: Mit vollem Rucksack plant man kürzere Etappen. Wie man Gehzeit, Höhenmeter und Gepäck zusammen rechnet, steht in Etappen planen: Gehzeit, Höhenmeter und Gepäck zusammen. Warum der Rucksack so schwer wird und woran sich am meisten sparen lässt, steht in Wie schwer der Rucksack für mehrere Tage wird.
Auf einer Tagestour reicht meist ein Liter, weil man abends wieder am Auto ist. Auf einer Mehrtagestour muss Wasser für die Etappe und fürs Lager reichen — Kochen, Trinken, ein bisschen Hygiene. An einem trockenen Lagerplatz sind das schnell mehrere Liter pro Person, die den ganzen Weg mitgehen.
Was zählt, ist der Abstand zwischen zuverlässigen Quellen. Details in Wasser auf Mehrtagestour: der Abstand zwischen den Quellen, den genauen Bedarf rechnet der Brennstoff- und Wasserbedarfsrechner.
Für einen Tag nimmt man mit, worauf man Lust hat. Für vier Tage entscheidet das Gewicht: Zwischen einer nass gepackten Verpflegung mit Konserven und einer trockenen mit Fettzugabe liegen bei zwei Personen und vier Tagen mehrere Kilogramm. Wie man Verpflegung nach Energiedichte statt nach Rezept plant, steht in Verpflegung für mehrere Tage: nach Gewicht statt nach Rezept.
Zelt, Tarp, Biwaksack, Hütte oder Trekkingplatz — jede Option hat ein anderes Gewicht, einen anderen Komfort und eine andere Rechtslage. Wildes Zelten ist in Deutschland überwiegend nicht erlaubt, Biwakieren fällt in eine Grauzone, und für Trekkingplätze und Hütten gelten eigene Regeln. Der Überblick steht in Wo man unterwegs schläft: Zelt, Biwak, Hütte, Trekkingplatz; die Rechtslage nach Bundesland zeigt die Rechtslage-Matrix.
Drei Effekte wirken zusammen und alle in dieselbe Richtung:
Die Gehzeitformeln, die Höhenmeter-Logik und die Schwierigkeitsskalen sind dieselben wie auf der Tagestour. Wer die noch nicht kennt, fängt im Themenbereich Wandern an — vor allem bei Gehzeit berechnen: DAV-Formel und Naismith im Vergleich. Was auf der ersten Mehrtagestour verlässlich zu Hause bleiben kann, steht in Was die erste Mehrtagestour nicht braucht.
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