Für einen Wandertag nimmt man mit, worauf man Lust hat. Für vier Tage geht das nicht: Jedes Gramm wird getragen, und über mehrere Tage summiert sich das zu Kilos. Verpflegung für eine Mehrtagestour wird deshalb über das Gewicht geplant, nicht über Rezepte.

Die Rechengröße heißt Energiedichte

Statt „was esse ich am zweiten Abend“ lautet die Frage: „wie viele Kilojoule liefert ein Gramm meiner Verpflegung“. Das ist die Energiedichte, und sie entscheidet über das Packgewicht.

Packgewicht der Verpflegung für zwei Personen, vier Tage, bei 13.000 kJ Tagesbedarf je Person
Art der VerpflegungEnergiedichtePackgewicht
nass: mit Konserven und Frischwarerund 8 kJ/grund 13,0 kg
gemischt: teils trockenrund 14 kJ/grund 7,4 kg
trocken: mit Fettzugaberund 20 kJ/grund 5,2 kg

Zwischen nass und trocken liegen fast 8 Kilogramm — für zwei Personen und vier Tage. Wie diese Rechnung im Einzelnen geht und woher die 13.000 kJ kommen, steht in Vier Tage Verpflegung: vom Energiebedarf zum Packgewicht.

Die harte Untergrenze

Leichter als eine bestimmte Grenze wird die Verpflegung nicht, egal wie clever man packt.

Trocken spart Gewicht — kostet aber Wasser und Gas

Trockene Verpflegung ist leicht, weil das Wasser fehlt. Das muss beim Kochen wieder rein:

Der Brennstoff- und Wasserbedarfsrechner bringt beides zusammen: Er gibt für eine Tour das Packgewicht der Verpflegung, den Wasserbedarf und den Brennstoffbedarf aus.

Die Reserveration

Auf jede Mehrtagestour gehört Essen für einen zusätzlichen Tag — für den Fall, dass eine Etappe länger dauert, das Wetter zum Pausentag zwingt oder ein Abstieg umgeplant werden muss. Diese Reserve wird nicht in die normale Tagesplanung eingerechnet; sie bleibt unten im Rucksack.

Wie sich das Verpflegungsgewicht in das Gesamtgepäck einfügt, steht in Wie schwer der Rucksack für mehrere Tage wird. Die Einordnung des Themas steht im Themenbereich Trekking.