–
Rechenweg im Einzelnen
Die Formeln für Sättigungsdampfdruck und Taupunkt stehen in der WMO-Richtlinie WMO-No. 8, Anhang 4.B. Zeltvolumen, Luftwechselraten und die Feuchteabgabe je Person sind dagegen Planungswerte dieser Redaktion — für Zelte gibt es dazu keine Norm. Die Herleitung steht in Kondenswasser im Zelt.
Was dieses Werkzeug kann — und was nicht
Die Physik dahinter ist belegt: Sättigungsdampfdruck und Taupunkt werden mit der Magnus-Gleichung in der Parametrisierung berechnet, die in der WMO-Richtlinie für meteorologische Messungen steht (WMO-No. 8, Kapitel 4, Anhang 4.B) — über Wasser gültig von −45 bis +60 °C, unter dem Gefrierpunkt zusätzlich mit den Koeffizienten für Eis, weil dort Reif statt Tau ausfällt.
Alles andere ist geschätzt, und zwar notgedrungen: Für Kondenswasser im Zelt gibt es keine Norm. ISO 5912:2020 regelt Wassersäule, Reißfestigkeit und Schlafkapazität von Campingzelten, aber keine Feuchtebilanz. Zeltvolumen, Luftwechselraten, Wandtemperatur und die Feuchteabgabe je Person sind deshalb Planungswerte dieser Redaktion. Für die Feuchteabgabe gibt es immerhin einen veröffentlichten Anhaltspunkt: 30 bis 40 g/h für einen Menschen bei leichter Aktivität, aus dem Schimmelleitfaden des Umweltbundesamts.
- Die Kondensatmenge ist eine Obergrenze. Ein Teil der Feuchte bleibt in der Isolation des Schlafsacks, ein Teil diffundiert durch das Gewebe, ein Teil verdunstet morgens wieder.
- Das Ergebnis sagt zuverlässig, ob und warum Kondensat entsteht — nicht, wie viele Milliliter am Ende im Zelt stehen.
- Wind, Standort und Zeltform lassen sich nicht in vier Eingabefeldern abbilden. Eine windexponierte Kuppe verhält sich anders als eine Senke am Bach.
- Kochen im Innenraum ist hier nur eine Rechengröße. Es ist wegen Kohlenmonoxid lebensgefährlich, und dieser Rechner ist keine Aufforderung dazu.
Deine Eingaben bleiben auf diesem Gerät. Der Rechner lädt nichts nach, sendet nichts und funktioniert offline.