Der Responsible Down Standard ist ein freiwilliger Standard von Textile Exchange für die Herkunft von Daunen und Federn, aktuell in der Fassung 3.0 vom 1. Juli 2019.
Was er verlangt: Jede Entnahme von Daunen oder Federn am lebenden Tier — Lebendrupf und Mauserrupf — ist verboten. Zwangsfütterung ist verboten. Die Kette vom Erzeugerbetrieb bis zum fertigen Produkt wird von einer unabhängigen Zertifizierungsstelle geprüft, beginnend beim Betrieb selbst.
Stand 2026, gegen eine verbreitete Fehlannahme: Textile Exchange hat im Dezember 2025 den neuen Materials Matter Standard eingeführt. Daune ist in dessen erster Fassung nicht enthalten — der RDS bleibt damit vorerst der maßgebliche Nachweis, auch wenn mancherorts der Übergang bereits als vollzogen dargestellt wird.
Die drei Termine des Übergangs, die Textile Exchange selbst nennt: Die Kriterien des Materials Matter Standard wurden am 12. Dezember 2025 veröffentlicht, der Standard wird zum 31. Dezember 2026 wirksam und ist ab dem 31. Dezember 2027 verbindlich — ab dann müssen Tier-4-Organisationen ihr nächstes Audit nach dem neuen Standard absolvieren, um ihre Zertifizierung zu behalten. Derselbe Übergang betrifft den Global Recycled Standard desselben Anbieters; die Einordnung steht in recycelt: 20 %, 50 % oder gar nichts.
Was er nicht ist: eine Aussage über ein bestimmtes Tierwohlniveau, sondern über ein geprüftes Verfahren. Wer die Frage grundsätzlich vermeiden will, findet in Daune oder Kunstfaser die technischen Argumente für Kunstfaser.