← Alle Werkzeuge

Wh-Bedarfsrechner

Milliamperestunden verschiedener Geräte lassen sich nicht addieren, solange die Spannung nicht dabeisteht. Wattstunden schon. Der Rechner geht diesen Umweg und sagt am Ende, wie groß die Powerbank sein muss.

1 · Was geladen werden muss

Trage für jedes Gerät die Energie seines Akkus in Wattstunden ein und wie oft du ihn auf der ganzen Tour vollständig nachlädst. Bei Mobiltelefonen, Kameras und den meisten Akkupacks steht die Wh-Zahl auf dem Akku selbst oder im Gehäuse — der Luftverkehr verlangt sie. Steht dort nur eine mAh-Zahl, rechnet das Feld daneben sie um.

Ein Gerät je Zeile. Leere Zeilen werden ignoriert.
Gerät Akku (Wh) Ladungen Zeile entfernen

Bei 3,6 V Nennspannung.

2 · Solarmodul (freiwillig)

0 heißt: kein Modul dabei. Die Nennleistung gilt unter Standard-Testbedingungen bei 1000 W/m².

Ergebnis

Bedarf gesamt
je Tag
Powerbank mindestens
grobe Masse


3 · Die Annahmen, mit denen gerechnet wird

Diese drei Werte sind nicht belegt. Es gibt für sie keine Norm und keine belastbare Herstellerangabe — deshalb stehen sie hier offen und veränderbar statt versteckt im Rechenweg. Jede Änderung wirkt sofort auf das Ergebnis.

Warum die Zahl auf der Powerbank nicht das ist, was ankommt

Auf einer Powerbank steht üblicherweise eine Kapazität in Milliamperestunden. Diese Zahl gilt für die Zellen im Inneren, und die arbeiten bei rund 3,6 V Nennspannung. Der USB-Ausgang gibt aber mindestens 5 V ab. Schon die reine Spannungsumrechnung verkleinert die Zahl also um etwa ein Viertel — bevor überhaupt ein Verlust berücksichtigt ist.

Vergleichbar wird das erst in Wattstunden: Wattstunden = Amperestunden × Volt. Eine Powerbank mit 10 000 mAh bei 3,6 V speichert 36 Wh. Was davon am Kabel ankommt, hängt am Wirkungsgrad des Wandlers und der Laderegelung im Zielgerät — für diesen Weg gibt es keine Prüfnorm, deshalb ist er hier eine Eingabe.

Ausführlich steht das in Milliamperestunden oder Wattstunden.

Woher die Zahlen dieses Rechners kommen

Zellspannung, Temperaturgrenzen und Energiedichte stammen aus dem Produktdatenblatt einer handelsüblichen Lithium-Ionen-Rundzelle (). Zellhersteller veröffentlichen ihre Kennwerte selbst; das ist die belastbarste frei zugängliche Quelle.

Die Wattstunden-Grenzen im Flugverkehr stehen im Rechtstext selbst, nicht in der Zusammenfassung einer Fluggesellschaft: .

Die Sonneneinstrahlung ist eine eigene Auswertung amtlicher Rasterdaten: . Gemittelt wurde über alle belegten Rasterzellen Deutschlands — der DWD liefert die Raster, nicht diesen Mittelwert.

Was dieser Rechner absichtlich nicht tut

Er hat keine Verbrauchsdatenbank. Wie viel ein bestimmtes Mobiltelefon an einem Wandertag zieht, hängt an Netzabdeckung, Displayzeit, Aufzeichnung und Temperatur. Eine Tabelle „Handy: 8 Wh pro Tag“ wäre für jedes andere Gerät falsch. Deshalb fragt der Rechner nach der Akkugröße und nach der Zahl der Ladungen: Das erste ist ablesbar, das zweite abschätzbar.

Er nennt keinen gemessenen Wirkungsgrad. Der Weg von der Zelle über den Wandler zum Gerät ist verlustbehaftet, aber nicht genormt. Der Wert ist eine Eingabe und wird im Ergebnis mitgenannt.

Er empfiehlt kein Modell und nennt keine Preise. Das Ergebnis ist eine Größe in Wattstunden — was man damit kauft, ist eine andere Frage.

Er ersetzt den Blick auf den eigenen Akku nicht. Ein zwei Jahre alter Akku speichert weniger als am ersten Tag; wie viel weniger, weiß nur das Gerät selbst.

Kälte: warum der Rechner sie nicht einrechnet

Lithium-Ionen-Zellen geben in der Kälte vorübergehend weniger Energie ab, und sie dürfen unterhalb einer Herstellergrenze gar nicht geladen werden. Für die hier zugrunde gelegte Zelle liegt diese Grenze bei , während das Entladen bis freigegeben ist.

Ein Aufschlag „x Prozent bei y Grad“ steht hier trotzdem nicht: Der Kapazitätsverlust hängt an Zellchemie, Alter und Entladestrom, und eine für alle Geräte gültige Zahl ließ sich nicht belegen. Was sich belegen lässt, steht in Akkus in der Kälte und in Was in der Kälte versagt.