Advanced Mobile Location (AML) ist ein in der Spezifikation ETSI TS 103 625 beschriebenes Verfahren, mit dem ein Mobiltelefon beim Notruf automatisch seinen eigenen Standort an die Notrufabfragestelle sendet. Es ergänzt die netzgestützte Ortung, ersetzt sie nicht.
Die Genauigkeit liegt nach der Spezifikation im Freien bei bis zu 5 m und in Gebäuden im Mittel bei Kreisflächen mit etwa 25 m Radius — gegenüber etwa 1,75 km Radius bei reiner Funkzellenortung.
Ausgelöst wird AML durch den Notruf selbst. Ohne zustande gekommenen Notruf gibt es keine Standortmeldung; die Ortung ersetzt also keinen fehlenden Empfang. Die Übermittlung geschieht ohne Zutun der anrufenden Person, und weder während noch nach dem Notruf steht ihr ein Nachweis darüber zur Verfügung.
Rechtlich ist sie in Deutschland erlaubt, nicht vorgeschrieben: § 4 Absatz 7 der Verordnung über Notrufverbindungen formuliert „dürfen“, nicht „müssen“. Die fünf Grenzen des Verfahrens stehen in Wie die Leitstelle deinen Standort bekommt.