Firn ist alter, umgewandelter Schnee, der mindestens einen Sommer überdauert hat. Durch wiederholtes Antauen, Wiedergefrieren und den Druck darüberliegender Schichten verbinden sich die Kristalle neu und der Schnee verdichtet sich; Firn ist die Vorstufe von Gletschereis.
Was für die Praxis zählt, ist die Dichte. Sie entscheidet über zwei Dinge gleichzeitig: über die Tragfähigkeit — Firn trägt, wo Neuschnee einbricht — und über die Wärmeleitfähigkeit. Nach der Regression von Sturm und Kollegen (1997) steigt die Wärmeleitfähigkeit mit der Dichte überproportional: Bei 0,1 g/cm³ liegt sie bei rund 0,046 W/(m·K), bei 0,5 g/cm³ bereits bei rund 0,44 W/(m·K).
Für das Lager heißt das: Als Untergrund isoliert dichter Altschnee erheblich schlechter als frischer — genau umgekehrt zu dem, was seine Festigkeit vermuten lässt. Die Rechnung dazu steht in Lager auf Schnee.
Für den Kocher heißt es das Gegenteil: Dichterer Schnee ergibt je Topffüllung mehr Wasser. Der Median deutscher Schneedecken liegt nach eigener Auswertung der DWD-Wasseräquivalentmessungen bei 0,31 g/cm³ — Einzelheiten in Schnee schmelzen.