Beim Netzrücken ist eine Netzfläche in einen Bügel gespannt; der eigentliche Packsack liegt einige Zentimeter dahinter. Zwischen Rücken und Rucksack bleibt ein durchgehender Luftspalt.
Der Vorteil ist Belüftung, der Preis ist Geometrie. Die Masse liegt weiter vom Körper entfernt, was den Hebelarm vergrößert, mit dem der Rucksack den Oberkörper nach hinten zieht. Genau diese nach vorn gerichtete Kraft auf den unteren Rücken benennen Lafiandra und Harman in ihrer Kraftmessung von 2004 als wahrscheinlichen Beitrag zu Rückenschmerzen beim Lastentragen.
Für Tagestouren mit moderatem Gewicht ist das ein guter Tausch. Ab etwa 15 Kilogramm wird der Hebel spürbar, und die Bauform verliert dort, wo sie am wenigsten Reserven hat.
Er löst nicht dasselbe Problem wie ein steifer Rahmen. Die Lastübertragung nach unten hängt an der Steifigkeit der Verbindung zum Hüftgurt, nicht am Abstand zum Rücken. Der Vergleich der Bauarten steht in Tragesysteme: Innenrahmen, Netzrücken, rahmenlos.