Eine Erfrierung ist eine örtliche Kälteschädigung des Gewebes — im Unterschied zur Unterkühlung, die den ganzen Körper betrifft. Die Einteilung in Grade beschreibt, wie tief die Schädigung reicht.

Warum hier keine Gradtabelle steht: Eine frei zugängliche Primärquelle für die Gradeinteilung lag in der Quellenlage dieser Seite nicht vor; die Leitlinien des European Resuscitation Council behandeln akzidentelle Unterkühlung, nicht die Klassifikation von Erfrierungen. Belegbar ist dagegen der Punkt, auf den es unterwegs ankommt: Die Beurteilung ist im gefrorenen Zustand kaum möglich. Leichte und schwere Erfrierungen sehen einander dann sehr ähnlich; die Zuordnung erfolgt im Wesentlichen erst nach dem Auftauen und ist ärztliche Sache.

Was sich draußen beobachten lässt, nennt die Stufentabelle von Environment and Climate Change Canada: Taubheit und Weißfärbung an Gesicht und Gliedmaßen. Ab hohem Risiko empfiehlt sie, beides zu prüfen, ab schwerem Risiko häufig.

Die Zeitangaben derselben Tabelle beginnen bei einem Windchill von −28 °C mit 10 bis 30 Minuten für unbedeckte Haut und gehen bis unter zwei Minuten ab −55 °C.

Ausführlich, samt der Herkunft der Schwelle bei −28 °C, steht das in Erfrierungen: Grade, Zeiten und was man selbst sieht. Diese Seite ersetzt keine medizinische Beratung.