Ein Vapour Barrier Liner (VBL) ist eine dampfdichte Innenlage — im Schlafsack, in der Kleidung oder als Socke. Sie hält die Feuchtigkeit, die der Körper abgibt, auf der Innenseite und verhindert, dass sie in die Isolationsschicht einwandert und dort die ruhende Luft verdrängt.

Was gemessen wurde: Henriksson und Kollegen haben 2012 an einer Wärmepuppe geprüft, was das Ablegen nasser Kleidung oder eine Dampfsperre bringt — bei −15 °C und bei +10 °C, mit einer, zwei und sieben Wolldecken als Isolation. Beide Maßnahmen senkten den gesamten Wärmeverlust um 19 bis 42 Prozent, unabhängig von Isolationsdicke und Umgebungstemperatur. Denselben Effekt erreichte in der Messung sonst nur eine Verdopplung der Decken.

Der Anwendungsfall dieser Messung war die präklinische Versorgung einer unterkühlten Person, also jemand, der stillliegt und nicht schwitzt. Auf eine Person, die sich bewegt, ist der Befund nicht übertragbar: Hinter einer Dampfsperre sammelt sich dann die eigene Feuchtigkeit.

Der Nutzen für Mehrtagestouren im Winter liegt an einer anderen Stelle: Er verhindert, dass die Isolation über mehrere Nächte Feuchte aufnimmt und dabei an Bauschkraft verliert — bei Daune deutlich stärker als bei Kunstfaser, siehe Daune oder Kunstfaser.

Warum Nässe im deutschen Winter der häufigere Fall ist als Kälte, steht in Null bis fünf Grad.