Die Umkehrzeit ist eine vor der Tour festgelegte Uhrzeit, zu der man den höchsten oder entferntesten Punkt der Wanderung erreicht haben muss. Ist man dann nicht dort, kehrt man um — unabhängig davon, wie nah das Ziel scheint.

Der Sinn: Am Punkt der Entscheidung ist der Kopf schlecht beraten. Das Ziel ist zum Greifen nah, der Ehrgeiz groß, die Erschöpfung wird unterschätzt. Eine vorher festgelegte Uhrzeit nimmt diese Entscheidung aus dem Moment heraus.

Die Umkehrzeit richtet sich nach dem Wetterfenster (im Sommer oft Gewitter am Nachmittag), nach der verbleibenden Tageslichtdauer und nach der berechneten Abstiegszeit — nicht nach dem Ehrgeiz. Wie man sie in die Tourenplanung einbaut, steht in Tourenplanung: Karte, Wetter, Wasser, Umkehrzeit; die Abstiegszeit liefert der Tourenzeit-Rechner.