Der Dampfdruck ist der Druck, den der Dampf einer Flüssigkeit im geschlossenen Behälter im Gleichgewicht mit ihr aufbaut. Er hängt allein an der Temperatur und an der Zusammensetzung der Flüssigkeit.

Warum das für Gaskocher entscheidend ist: Eine Kartusche fördert nur, solange ihr Dampfdruck über dem Luftdruck von rund 1,01 bar liegt. Fällt er darunter, passiert nichts mehr — das Gas ist dabei nicht gefroren, sondern es fehlt schlicht das Druckgefälle.

Die Grenztemperaturen der Kartuschengase, gerechnet aus Dampfdruckdaten des NIST Chemistry WebBook: n-Butan rund −0,3 °C, Isobutan rund −11,7 °C, Propan rund −42,5 °C. Deshalb steckt in jeder Trekkingkartusche Propan.

Der Haken: Propan verdampft aus einer Mischung zuerst. Eine angebrochene Kartusche wird dadurch kälteempfindlicher als eine volle — bei einer 80-zu-20-Mischung sind das knapp neun Kelvin zwischen voll und fast leer.

Die vollständige Rechnung steht in Warum die Gaskartusche bei Kälte nachlässt.