Ein Geodät ist ein definierter Begriff und keine Werbekategorie. Nach der Begriffsnorm ISO 7152 ist er ein Kuppelzelt mit mindestens drei flexiblen Stangen, die sich kreuzen und dabei Dreiecke bilden.

Warum das Dreieck der Punkt ist: Es ist die einzige Figur, die sich ohne Längenänderung ihrer Seiten nicht verformen lässt. Ein Rechteck kippt zum Parallelogramm, ein Dreieck nicht. Genau darauf beruht die Formstabilität dieser Bauart — und deshalb verhält sie sich in jeder Windrichtung ähnlich, während ein Tunnelzelt längs stabil und quer schwach ist.

Der Preis: Mehr Stangen bedeuten mehr Gewicht, mehr Aufbauzeit und einen höheren Preis. Für Touren unterhalb der Baumgrenze im Sommerhalbjahr ist das eine Reserve, die selten abgerufen wird.

Was der Geodät nicht hat, ist ein Prüfwert: ISO 5912:2020 hat die Stabilitätsanforderung der Vorgängerfassung gestrichen, weil kein reproduzierbares Prüfverfahren zur Verfügung stand. Jede Angabe zur Windstabilität ist deshalb eine Einschätzung — auch unsere in Kuppel, Tunnel, Geodät, First: die Bauformen im Vergleich.