Silpoly ist ein Trägergewebe aus Polyester mit Silikonbeschichtung — die Schwesterbauart zu Silnylon, mit einer anderen Faser darunter.
Die Stärke liegt in einer einzigen Eigenschaft: Polyester bindet kaum Wasser. Die Verordnung (EU) Nr. 1007/2011 setzt in Anhang IX für Polyester einen vereinbarten Zuschlag von 1,5 Prozent an, für Polyamid-Filament dagegen 5,75 Prozent. Weil eine Faser, die Wasser einlagert, sich dabei dehnt, bleibt ein Silpoly-Zelt bei Regen straff, während ein Nylonzelt durchhängt. Dazu kommt eine höhere Beständigkeit gegen UV-Strahlung.
Die Schwäche: Bei gleichem Gewicht ist Polyester weniger reißfest als Polyamid. Wer die letzten Gramm sucht, landet deshalb weiterhin bei Silnylon.
Was die Norm dazu sagt: ISO 5912:2020 begrenzt in Abschnitt 6.1.1.2 die Maßänderung des Gewebes nach der Prüfung in kaltem Wasser gemäß ISO 7771 auf höchstens drei Prozent — auf eine Bahn von zwei Metern gerechnet sind das immer noch sechs Zentimeter. Mehr dazu in Zeltmaterialien: Nylon, Polyester, DCF.