Der Taupunkt ist die Temperatur, auf die Luft abgekühlt werden müsste, damit die in ihr enthaltene Feuchtigkeit die Sättigung erreicht. Berührt diese Luft eine Fläche, die kälter ist als ihr Taupunkt, fällt dort Wasser aus.

Er ist eine Eigenschaft der Luft, nicht der Fläche. Das ist der Grund, warum ein Zelt beschlägt, ohne undicht zu sein — und warum eine kalte Flasche im Sommer aus demselben Grund beschlägt.

Wie er berechnet wird: Über die Magnus-Gleichung in der Parametrisierung, die die Weltorganisation für Meteorologie in WMO-No. 8, Anhang 4.B angibt. Über Wasser gilt sie von minus 45 bis plus 60 °C; unter dem Gefrierpunkt gibt es eine eigene Variante für Eis, denn dort fällt Feuchtigkeit als Reif aus und nicht als Tau — dann spricht man vom Reifpunkt.

Warum Kondens ein Kälteproblem ist: Der Sättigungsgehalt fällt mit der Temperatur steil ab. Luft bei 20 °C fasst gesättigt rund 17,2 g Wasser je Kubikmeter, bei 0 °C nur noch etwa 4,85 g. Zwischen diesen beiden Temperaturen verliert Luft rund drei Viertel ihrer Aufnahmefähigkeit. Was daraus für eine Zeltnacht folgt, rechnet der Kondens-Rechner aus; die Herleitung steht in Kondenswasser im Zelt.