Die Naismith-Regel ist die älteste weit verbreitete Formel zur Gehzeitberechnung. Der schottische Bergsteiger William W. Naismith formulierte sie 1892 als letzten Satz eines Tourenberichts im Journal des Scottish Mountaineering Club: „eine Stunde für je drei Meilen auf der Karte, mit einer zusätzlichen Stunde für je 2.000 Fuß Aufstieg“.
Metrisch: eine Stunde je 5 Kilometer Strecke plus eine Stunde je 600 Höhenmeter im Aufstieg. Beide Teilwerte werden einfach addiert.
Der Abstieg fehlt. In der Urfassung kostet Bergabgehen keine Zeit. Erst die Langmuir-Korrektur von 1984 ergänzt ihn: bei mäßigem Gefälle Zeit abziehen, bei steilem Gefälle aufschlagen. Für Kondition und Ermüdung gibt es die Tranter-Korrektur.
Weil die Naismith-Regel mit 5 km/h statt 4 km/h rechnet und den Abstieg auslässt, liegt sie für dieselbe Tour meist unter der DAV-Gehzeitformel. Der Vergleich steht in Gehzeit berechnen: DAV-Formel und Naismith im Vergleich, die Berechnung übernimmt der Tourenzeit-Rechner.