Schädigung des Armnervengeflechts durch Druck der Schulterträger. Laut Fachliteratur selten — anhaltende Taubheit gehört ärztlich abgeklärt.
2 Min Lesezeit·Aktualisiert 30. August 2026·Geprüft 30. August 2026
Die Rucksacklähmung (englisch backpack palsy) bezeichnet eine Schädigung des
Armnervengeflechts durch anhaltenden Druck der Schulterträger. Sie äußert sich in Taubheit,
Kribbeln oder Kraftverlust in Arm und Hand.
Die Fachliteratur beschreibt sie als anerkannt, aber selten. Ein Fallbericht in der
European Journal of Paediatric Neurology aus dem Jahr 2016 schildert eine Fünfzehnjährige mit
einer Schädigung der Nervenwurzeln C5 bis C7, die sich nach sechs Monaten Physiotherapie
vollständig zurückbildete. Häufiger beschrieben ist sie bei militärischer Ausbildung mit
schweren Lasten.
Die Abgrenzung zum harmlosen Fall ist zeitlich. Kurzes Einschlafen der Finger, das nach dem
Absetzen in Minuten verschwindet, ist ein Hinweis auf zu straffe oder falsch geführte Träger.
Taubheit oder Kraftverlust, die bestehen bleiben oder wiederkehren, gehören ärztlich abgeklärt.