Die Missweisung (auch magnetische Deklination) ist der Winkel zwischen geografisch Norden — der Richtung zum Nordpol, „oben” auf der Karte — und magnetisch Norden, der Richtung, in die eine Kompassnadel zeigt.
Sie ist an jedem Ort anders und ändert sich mit der Zeit, weil der magnetische Pol wandert. Ein östlicher (positiver) Wert bedeutet: Die Nadel weist rechts an der Kartenrichtung vorbei.
In Deutschland ist die Missweisung 2026 überall östlich und liegt nach dem World Magnetic Model 2025 zwischen rund +3,0° im Westen (Aachen, Köln) und +5,4° im Osten (Görlitz). Sie wächst zurzeit um etwa 0,1° pro Jahr nach Osten.
In der Praxis: Beim Umrechnen einer Kartenrichtung in eine Kompassrichtung wird die östliche Missweisung abgezogen. Die vollständige Erklärung mit Ortswerten und der Frage, ab welcher Streckenlänge sie zählt, steht in Missweisung: der Winkel zwischen Kartennord und Kompassnord; wie man sie beim Einnorden der Karte anwendet, ebenfalls im Themenbereich Technik & Skills.