Die Höhenanomalie ist der Abstand zwischen zwei Bezugsflächen: dem Referenzellipsoid, über dem ein Satellitenempfänger zunächst misst, und der Höhenbezugsfläche der Landesvermessung, auf die sich die Kartenhöhe bezieht.
In Deutschland liegt sie in der Größenordnung einiger Dutzend Meter und ändert sich von Ort zu Ort — sie ist also keine Rundungsgröße, sondern der Unterschied zwischen zwei verschiedenen Höhenbegriffen.
Das Modell, das beide ineinander überführt, ist das German Combined Quasigeoid GCG2016 in der Aktualisierung 2023, gerechnet vom Bundesamt für Kartographie und Geodäsie gemeinsam mit den Vermessungsverwaltungen der Länder und dem Institut für Erdmessung Hannover. Seine Genauigkeit gibt das Bundesamt mit unter einem Zentimeter im Flachland und höchstens zwei Zentimetern in den Alpen an — die Umrechnung selbst ist also nicht die Fehlerquelle.
Wann ein Gerät die Kartenhöhe anzeigt und wann nicht, steht in Höhe messen.