Ein FSME-Risikogebiet ist ein Stadt- oder Landkreis, den das Robert Koch-Institut nach einem statistischen Kriterium ausweist: Die Zahl der übermittelten FSME-Erkrankungen muss in mindestens einem der 20 Fünfjahreszeiträume zwischen 2002 und 2025 signifikant höher liegen als die bei einer Inzidenz von einer Erkrankung pro 100 000 Einwohner erwartete Fallzahl.
Zwei Feinheiten der Definition: Es genügt ein einziger Fünfjahreszeitraum seit 2002 — ein früher auffälliger Kreis bleibt ausgewiesen. Und gezählt wird im Kreis oder in der Kreisregion aus Kreis plus allen angrenzenden Kreisen; ein Kreis kann also ausgewiesen werden, ohne selbst erhöhte Zahlen zu haben.
Was die Karte nicht sagt. Das RKI hält selbst fest, dass sich das Risiko wegen der kreisbezogenen Meldepflicht nicht kleinräumiger abbilden lässt und dass FSME-Herde oftmals kleinräumig sind. Auch außerhalb ausgewiesener Kreise treten Einzelfälle auf.
Stand Januar 2026 sind 185 Kreise ausgewiesen; die Karte erscheint jährlich im Epidemiologischen Bulletin. Einzelheiten in FSME-Risikogebiete lesen.