Antishock-System: gefederter Stock ohne Wirksamkeitsnachweis
Eine Federung im Stockrohr, die den Anschlag dämpfen soll. Eine Untersuchung, die gefederte gegen ungefederte Stöcke vergleicht, ließ sich nicht finden.
2 Min Lesezeit·Aktualisiert 9. September 2026·Geprüft 9. September 2026
Ein Antishock-System ist eine Federung im Rohr eines Trekkingstocks, die
den Stoß beim Aufsetzen dämpfen soll. Die meisten Bauarten lassen sich
abschalten, weil die Federung beim Aufstützen bergauf einen Teil der Kraft
schluckt, die man gerade übertragen will.
Was belegt ist: dass am Handgelenk erhebliche Stöße ankommen. Hagen und
Kollegen maßen 2011 beim Nordic Walking Beschleunigungen bis zum 7,6-Fachen der
Erdbeschleunigung und leiteten daraus die Empfehlung stoßdämpfender Stöcke ab.
Was nicht belegt ist: dass eine Federung diese Stöße messbar verringert. Eine
Untersuchung, die gefederte gegen ungefederte Trekkingstöcke am Menschen
vergleicht, ließ sich nicht finden. Die Empfehlung von Hagen und Kollegen ist
eine Schlussfolgerung aus einer Messung an ungefederten Stöcken, kein
Wirksamkeitsnachweis.
Beim Nordic Walking wurden am Handgelenk Beschleunigungen bis zum 7,6-Fachen der Erdbeschleunigung gemessen. Was daraus für Federung und Schlaufe folgt.