Eine Vollsonnenstunde ist eine Stunde unter der Standard-Testbedingung, mit der Solarmodule bewertet werden: 1000 Watt Einstrahlung je Quadratmeter. Weil eine Kilowattstunde je Quadratmeter genau einer solchen Stunde entspricht, lässt sich aus der Einstrahlung unmittelbar der Ertrag abschätzen:

Tagesertrag = Nennleistung × Vollsonnenstunden × Systemfaktor

Nach eigener Auswertung der Rasterdaten des Deutschen Wetterdienstes für die Referenzperiode 1991–2020 fallen über Deutschland im Juni rund 5,5 Vollsonnenstunden am Tag an, im Dezember rund 0,55 — Faktor zehn. Das entscheidet die Frage, ob sich ein Faltmodul lohnt, mehr als jede Modellwahl.

Der Systemfaktor ist dabei eine Annahme ohne Fundstelle: Schräglage, Teilverschattung, Erwärmung und Reglerverluste lassen sich für den Einzelfall nicht beziffern.

Die Rechnung mit allen Monatswerten steht in Solarmodul unterwegs.