Vollsonnenstunde: eine Stunde unter Nennbedingungen
Die Rechengröße, die aus Einstrahlung Solarertrag macht — und die den Unterschied zwischen Juni und Dezember sichtbar macht.
2 Min Lesezeit·Aktualisiert 8. September 2026·Geprüft 8. September 2026
Eine Vollsonnenstunde ist eine Stunde unter der Standard-Testbedingung, mit der Solarmodule
bewertet werden: 1000 Watt Einstrahlung je Quadratmeter. Weil eine Kilowattstunde je Quadratmeter
genau einer solchen Stunde entspricht, lässt sich aus der Einstrahlung unmittelbar der Ertrag
abschätzen:
Nach eigener Auswertung der Rasterdaten des Deutschen Wetterdienstes für die Referenzperiode
1991–2020 fallen über Deutschland im Juni rund 5,5 Vollsonnenstunden am Tag an, im
Dezember rund 0,55 — Faktor zehn. Das entscheidet die Frage, ob sich ein Faltmodul lohnt, mehr
als jede Modellwahl.
Der Systemfaktor ist dabei eine Annahme ohne Fundstelle: Schräglage, Teilverschattung, Erwärmung
und Reglerverluste lassen sich für den Einzelfall nicht beziffern.
Eigene Auswertung der DWD-Rasterdaten 1991–2020: 5,5 Vollsonnenstunden am Tag im Juni, 0,55 im Dezember. Faktor zehn — und was das für ein Faltmodul heißt.