Die Sprühnote (englisch spray rating) ist das Ergebnis der Sprühprüfung nach ISO 4920:2012. Sie beziffert, wie stark sich die Oberfläche eines Gewebes mit Wasser benetzt — also den Abperleffekt, den eine DWR-Ausrüstung erzeugt.

Der Aufbau ist in der Norm festgelegt: 250 ± 2 Milliliter destilliertes oder vollentsalztes Wasser laufen in 25 bis 30 Sekunden über eine Düse mit 19 Löchern von je 0,86 ± 0,05 Millimetern auf eine um 45° geneigte Probe, deren Mitte 150 ± 2 Millimeter unter der Düse liegt.

Die Skala reicht von 0 bis 5: 0 bedeutet vollständige Benetzung der gesamten Probenoberfläche, 5 bedeutet kein Anhaften und kein Benetzen. Zwischenwerte in Halbschritten sind ab Note 1 zulässig.

Bewertet wird mit dem Auge, nicht mit einem Gerät: Der Prüfer vergleicht das Aussehen der Probe mit einer Beschreibung und einer Fototafel. Die Norm merkt in Abschnitt 9.1 selbst an, dass die Fototafeln für dunkel gefärbte Gewebe nicht recht taugen.

Was die Note nicht sagt: ob Regen durch den Stoff kommt. ISO 4920:2012 hält in Abschnitt 1 ausdrücklich fest, sie sei nicht dafür bestimmt, den Widerstand gegen das Durchdringen von Regen vorherzusagen, da sie das Durchdringen von Wasser durch das Gewebe nicht misst. Was daraus folgt, steht in Was Imprägnieren wirklich tut.