Wer von der Trekkingtour zum Campingplatz wechselt, packt oft aus Gewohnheit weiter wie im Rucksack. Das ist nicht falsch, aber unnötig: Ein genehmigter Platz übernimmt Aufgaben, für die es sonst eigene Ausrüstung braucht.

Was der Platz selbst mitbringt

Nach den Camping- und Wochenendplatzverordnungen der Länder muss ein genehmigter Campingplatz eine Trinkwasserversorgung, getrennte Sanitärräume und einen Abwasseranschluss vorhalten — Einzelheiten dazu in Was die Verordnung an Sanitäranlagen verlangt. Strom ist dagegen keine bundesweit einheitliche Pflicht, sondern eine Frage der jeweiligen Landesverordnung und des einzelnen Platzes.

Was zusätzlich sinnvoll ist

Auch mit vorhandener Infrastruktur bleibt eine kleine Liste, die sich lohnt:

  • Erdanker und zusätzliche Sturmleinen für Vorzelt und Markise — Standplätze bieten selten Windschutz.
  • Trinkwasserschlauch mit Adaptern für unterschiedliche Zapfstellen.
  • Abwasserkanister, wo kein direkter Grauwasseranschluss besteht.
  • Nivelliersystem, wenn der Standplatz nicht eben ist.

Was für den Schlaf selbst nötig ist, ändert sich durch den Standort nicht: Komforttemperatur und R-Wert entscheiden weiterhin darüber, ob die Nacht warm bleibt — nachzurechnen mit dem Schlafsystem-Rechner, der unabhängig davon funktioniert, ob das Zelt auf einem Campingplatz oder in der Wildnis steht.

Was dagegen überflüssig wird

Ausführlich in Was auf dem Zeltplatz nichts tut: Manche Trekkingausrüstung löst auf dem Platz ein Problem, das dort gar nicht besteht. Für Camping mit Kindern oder Hund kommen eigene Punkte hinzu, dazu Camping mit Kindern und Hund. Die Systematik der Platzarten insgesamt steht im Themenbereich Camping.