Post-Consumer-Material ist Material, „das von Haushalten oder von gewerblichen, industriellen und institutionellen Einrichtungen in ihrer Rolle als Endverbraucher erzeugt wird und nicht mehr für den vorgesehenen Zweck verwendet werden kann. Dazu gehört auch die Rückgabe von Material aus der Vertriebskette.“ So steht es in der ISO 14021:1999, Abschnitt 7.8.1.1, zitiert im Global Recycled Standard.

Der Gegenbegriff ist Pre-Consumer-Material: Es wird während des Herstellungsprozesses aus dem Abfallstrom abgezweigt, hat also nie einen Nutzer erreicht. Beide zählen als Rezyklat, sie sagen aber Verschiedenes aus — Post-Consumer-Material holt etwas aus dem Kreislauf zurück, das sonst Abfall geworden wäre.

Warum die Unterscheidung praktisch zählt: Der OEKO-TEX STANDARD 100 schließt in Abschnitt 5.6 Pre-Consumer-PET-Flaschen als Recyclingquelle aus und verweigert Material, das der Hersteller absichtlich zum Zweck des Recyclings erzeugt hat. Ohne solche Regeln ließe sich Rezyklatanteil erzeugen, indem man mehr Abfall produziert.

Welche Herkunft welcher Standard verlangt, steht in recycelt: 20 %, 50 % oder gar nichts.