Hydrolyse ist die Spaltung einer chemischen Verbindung durch Wasser. Bei Outdoor-Ausrüstung betrifft sie vor allem Polyurethanbeschichtungen — die Innenbeschichtung von Außenzelten, Zeltböden, Packsäcken und älterer Regenbekleidung.

Erkennbar an drei Zeichen zugleich: Die beschichtete Innenseite wird klebrig oder bröselig, sie zieht beim Reiben Fäden, und es riecht säuerlich. Der Geruch bleibt auch, wenn das Material vollständig trocken ist — das unterscheidet Hydrolyse vom bloßen Schimmelgeruch, siehe Warum Ausrüstung riecht.

Nicht umkehrbar. Anders als eine erschöpfte DWR-Ausrüstung lässt sich eine hydrolysierte Beschichtung nicht erneuern: Es ist nichts mehr da, worauf ein Mittel wirken könnte. Waschen entfernt den Geruch kurzfristig, die Zersetzung läuft weiter.

Die Ursache ist Zeit mal Feuchtigkeit, nicht Menge. Eine Regennacht schadet nicht, drei Wochen feuchte Lagerung schon. Das ist der Grund für die wichtigste Regel der Aufbewahrung — vollständig trocken verstauen, siehe Lagern zwischen zwei Touren und Zelt imprägnieren, reinigen, lagern.