Der Themenbereich Fahrzeug-Camping ist der teuerste dieser Seite — und deshalb der, in dem ein Artikel über das Weglassen am meisten wert ist. Hier steht, was sich in den allermeisten Fällen sparen lässt.

1. Der Aufbau, der ganzjährig oben bleibt

Ein Dachaufbau kostet Kraftstoff an jedem gefahrenen Kilometer, nicht nur an den Reisetagen. Wer an zwanzig Nächten im Jahr draußen schläft, fährt ihn an dreihundert Tagen umsonst spazieren.

Abnehmen kostet nichts außer Zeit — und es ist der einzige Eingriff, der den Mehrverbrauch vollständig beseitigt. Warum es dafür trotzdem keine belastbare allgemeine Zahl gibt, steht in Der Mehrverbrauch, den niemand gemessen hat.

2. Die Anschaffung, die sich „rechnen“ soll

Amortisation ist im Fahrzeug-Camping die Ausnahme, nicht die Regel. Eine teurere Form holt eine günstigere nur ein, wenn sie im Betrieb billiger ist — und der Dachaufbau ist in der Anschaffung und im Betrieb teurer als ein Bodenzelt.

Das ist kein Argument gegen die Anschaffung. Es ist eines dagegen, sie mit Wirtschaftlichkeit zu begründen. Die vollständige Rechnung steht in Was eine Nacht im Fahrzeug wirklich kostet und lässt sich mit eigenen Zahlen im Werkzeug Kosten je Nacht nachvollziehen.

3. Die feste Gasanlage für zwei Kochstellen im Jahr

Eine fest verbaute Flüssiggasanlage bringt eine wiederkehrende Prüfpflicht mit: alle 24 Monate nach § 60 StVZO. Ein Kartuschenkocher, der nach dem Kochen weggeräumt wird, ist ein Gerät und löst diese Pflicht nicht aus.

Wer zweimal im Jahr Kaffee kocht, kauft mit der festen Anlage vor allem Aufwand. Was die Vorschrift genau verlangt, steht in Gas im Fahrzeug: was § 60 StVZO verlangt.

4. Der große Wassertank, dessen Bedarf nie gerechnet wurde

Ein Liter wiegt ein Kilogramm, und er geht von derselben Zuladung ab wie alles andere. Ein Hundert-Liter-Tank ist eine Entscheidung über hundert Kilogramm — getroffen, bevor jemand den Tagesbedarf bestimmt hat.

Erst rechnen, dann tanken: Autarkie: Wasser, Strom und wie lange du wirklich stehen kannst.

5. Der Luftentfeuchter gegen die Nachtfeuchte

Ein Granulatbehälter nimmt über eine Nacht ein Vielfaches weniger auf als die Menge, die zwei schlafende Menschen abgeben. Gegen Restfeuchte in einem abgestellten Fahrzeug kann er helfen; gegen die Feuchte einer bewohnten Nacht hilft nur Luftaustausch. Die Rechnung dazu steht in Kondenswasser und Lüftung im geschlossenen Fahrzeug.

6. Die Matratze, die eine Isomatte ersetzen soll

Bequem ist nicht warm. Eine dicke Schaumstoffauflage ohne ausgewiesenen R-Wert sagt über ihre Wärmeleistung nichts aus — und auf einer kalten, dichten Fläche ist genau die gefragt.

7. Das geländegängige Fahrzeug für befestigte Parkplätze

Die Ausgangspunkte, die man mit einem Basislager anfährt, sind fast immer befestigt. Und die Wege, auf denen mehr nötig wäre, sind regelmäßig genau die, auf denen das Befahren untersagt ist: Betretungsrecht im Wald: was es umfasst und wo es endet.

Die Frage, die vor allen anderen kommt

Wie viele Nächte war ich in den letzten drei Jahren tatsächlich draußen? Nicht vorgenommen, nicht geplant — tatsächlich. Diese Zahl entscheidet mehr als jede Ausstattungsliste, weil sie im Nenner jeder Kostenrechnung steht.

Wer ehrlich auf fünf Nächte kommt, braucht kein Fahrzeugkonzept, sondern ein Zelt und einen Schlafsack, die er ohnehin hat. Der Überblick über die Alternativen steht in Mit dem Fahrzeug draußen schlafen, und die Gegenprobe im Zelt in Wann du kein neues Zelt brauchst.